Merkel beim RCDS – Bundeskanzlerin gegen die Abschaffung studentischer Vertretungen in Deutschland

Deutschlands größter Hochschulverband wählt neuen Bundesvorstand

Berlin, 13. Oktober 2012 – Am vergangenen Freitag besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bundesdelegiertenversammlung des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) im Konrad-Adenauer Haus der CDU. Der 66. Bundeskongress, des mit über 8.000 Mitgliedern größten deutschen Hochschulverbandes, stand unter dem Motto „Unsere Hochschulen – Keimzellen der Zukunft.“ In ihrer Rede betonte Angela Merkel die Bedeutung des Forschungsstandortes Deutschland. Es sei eben keine Selbstverständlichkeit mehr, führend in Wissenschaft und Forschung zu sein, so die Kanzlerin, die anschließend auch auf die jüngsten Kontroversen mit der Jungen Union einging.

Im Anschluss an die Rede wählten die 70 Delegierten, der über 90 RCDS-Gruppen, den neuen Bundesvorstand. Erik Bertram (24 Jahre, aus Heidelberg) als Bundesvorsitzenden und Silvie Rohr (22 Jahre, aus Mainz) als stellvertretende Bundesvorsitzende folgen auf dem bisherigen Bundesvorsitzenden Frederik Ferreau und seinem Stellvertreter Andreas Heddergott. Als Bundesschatzmeister wurde Christian Stadler im Amt bestätigt.

In seiner Schlussrede nahm der neue RCDS-Bundesvorsitzende Erik Bertram wie folgt Bezug zu den Kontroversen mit der Jungen Union: „Der RCDS setzt sich in ganz Deutschland für eine demokratisch gewählte Studentenvertretung mit klarem hochschulpolitischen Mandat ein. Studentische Mitbestimmung an den Hochschulen ist von zentraler Bedeutung für bestmögliche Studienbedingungen. Gerade weil wir in der Frage der studentischen Mitbestimmung unterschiedlicher Meinung sind, werde ich als RCDS-Bundesvorsitzender und Mitglied der Jungen Union das Gespräch mit dem Bundesvorstand der JU und den für Hochschulpolitik zuständigen Vorstandsmitgliedern suchen. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns in Zukunft besser abstimmen werden.“

Silvie Rohr, stellvertretende Bundesvorsitzende des RCDS, bemerkte: „Wir wollen an die gute Arbeit des vergangenen Jahres anknüpfen und weiterhin unsere Inhalte selbstbewusst vertreten. Gerade Themen wie elternunabhängiges BAföG, Studieren mit Kind oder die Reform der Verfassten Studierendenschaft müssen stärker forciert werden. Hier wollen wir die inhaltliche Debatte prägen.“

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